„Du kannst tun, was Du willst, …

4. February 2013

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Serie Realitätsverweigerung #13

Reinhard Bacher, 21.1.2013

Du musst nur wissen, was Du tust!“

Es ist für mich immer wieder unglaublich, wie viele Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Wirtschaft offenbar nur den ersten Teil dieser Lebensweisheit befolgen.

Das Übel liegt darin, dass oft nur das Handeln und allenfalls kurzfristige Erfolge beurteilt werden, jedoch nicht die (nachhaltigen) Auswirkungen des Handelns. “… Du musst wissen, was Du tust – und das verantworten!”

Um dieses „hinter mir die Sintflut“-Syndrom in den Griff zu bekommen, müssten radikal Erfolgsbeurteilungs-Systeme umgestellt werden. Nachhaltigkeitsmanagement ist das Zauberwort.

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Vielfalt in der Belegschaft – ein schwer vernachlässigter Erfolgsfaktor ?!

3. December 2012

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Serie Realitätsverweigerung #8

Reinhard Bacher, 3.12.2012

Das diesjährige OpenMind-Festival der ARGEkultur in Salzburg stand unter dem Motto „überLeben“. Unter anderem fanden im Rahmen dieses Festivals eine Diskussionsveranstaltung und ein Workshop zum Thema „Anerkennung statt Dequalifikation“ statt. Beleuchtet wurden dabei die Hintergründe, dass der österreichische Staat trotz schrumpfender Erwerbsbevölkerung, Überalterung der Gesellschaft und Fachkräftemangels ein Drittel der hier lebenden MigrantInnen unter ihrer Qualifikation beschäftigt.

Man könnte ja meinen, dass es doch ohnehin schon die Rot-weiß-rot-Card gibt und qualifizierte Menschen jederzeit gerne willkommen sind. Man könnte – ähnlich wie bei der Bildungsdiskussion – den „Schwarzen Peter“ der Politik zuschieben, sie möge doch für die Integration der MigrantInnen sorgen. Die Politik ist ein wesentlicher Spieler, aber ihr alleine den Ball zuzuspielen, ist zu kurz gegriffen!

Außerdem ist Diversity Management ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil: erfolgreiche Unternehmen fördern schon seit geraumer Zeit bewusst die Vielfalt in der Belegschaft.

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„Das rechte Maß finden“ – was wir von einer seit 1500 Jahren existierenden Organisation lernen sollten

12. November 2012

Serie Realitätsverweigerung #5

Reinhard Bacher, 12.11.2012

Wie können große Konzerne schnell, flexibel, kreativ sein und nachhaltig erfolgreich? Rosabeth Moss Kantner hat 2008 im Harvard Business Report das Ergebnis einer 2-jährigen Untersuchung großer erfolgreicher Konzerne publiziert.
Die Erkenntnis: Unternehmen wie IBM, Procter & Gamble, Omron und andere sind ebenso beweglich und kreativ wie wesentlich kleinere Unternehmen. Dies ist möglich, weil sich diese Unternehmen nicht mehr einer überwiegenden Command & Control-Logik unterwerfen, sondern ihr Leitsystem durch Purpose, Value & Principles (PVP) abgelöst wurde.
Das moderne Leitsystem der untersuchten Konzerne beruht demnach auf einem gemeinsamen Verständnis des (auf die Zukunft ausgerichteten) Unternehmenszwecks, der Werte und von Prinzipien, sowie weltweit verfügbaren, einheitlichen (Management-)Instrumenten.
Grundwerte und Standards dienen als Motivationshilfen, bieten Mitarbeitenden eine Basis, sich mit ihrer Arbeit zu identifizieren, vermitteln ein Zugehörigkeitsgefühl und bieten Stabilität.
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, an einer beeindruckenden Veranstaltung im Stift Michaelbeuern teilzunehmen – „Das rechte Maß finden“! Zwei Tage anregende Auseinandersetzung mit einem erfolgreichen Unternehmen (wie alle Benediktinerklöster betreibt der Stift Michaelbeuern mehrere Profit- und Non-Profit-Bereiche), einer faszinierenden Führungspersönlichkeit (Abt Johannes Perkmann) und den alles bestimmenden Werten und Prinzipien (basierend auf den Regula Benedicti).
Die Ähnlichkeit der Erfolgsfaktoren der von R. M. Kantner beschriebenen Konzerne und des Benediktiner-Stiftes waren verblüffend!
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Das Dilemma der Kurzsichtigkeit – und wie Unternehmen langfristig überleben können

22. October 2012

Reinhard Bacher,22/10

Serie Realitätsverweigerung #2

Für viele Unternehmen wird der Druck immer größer, kurzfristige Erfolge nachzuweisen. Das liegt oft am (Geld-)Hunger von Investoren – egal, ob es nun darum geht, Dividenden auszuschütten, oder ob die „Braut geschmückt“ werden soll, um sie möglichst gut weiterverkaufen zu können. Es werden kaum noch Investitionen, die sich nicht in kurzer Zeit rechnen, getätigt. Dadurch geht vollkommen der Fokus auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung verloren.

Unternehmen müssen wieder beginnen, verstärkt in die Zukunft zu investieren. „Machen wir ohnehin!“ bekommen wir oft zu hören – „trotz finanzieller Schwierigkeiten haben wir unsere Investitionen in Forschung & Entwicklung nicht reduziert.“

Aber ist das genug? Wie gehen wir mit den noch nicht ganz ausgegorenen Hoffnungsträgern bei unseren Produkten oder den noch nicht ganz aufbereiteten Märkten um?

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