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Esa-Projekt: Eine Mondbasis aus dem 3D-Drucker

3. February 2013

von Werner Pluta, Handelsblatt.com

01.02.2013, 15:11 Uhr

Die Esa testet, ob es möglich ist, eine Mondstation per 3D-Druck aus Mondgestein aufzubauen. An dem Projekt ist auch das Büro des renommierten britischen Architekten Norman Foster beteiligt.

 Mondbasis
So würde die Station auf dem Mond aussehen. Quelle: Foster+Partners

BerlinEine Mondstation aufzubauen, ist weniger aufwendig, wenn nicht alle Komponenten von der Erde mitgebracht werden müssen. Die europäische Raumfahrtagentur Esa hat ein Konzept entwickelt, wie eine Station aus Mondmaterial erbaut werden kann: Sie wird gedruckt.

„Der 3D-Druck stellt eine potenzielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern“, sagt Esa-Mitarbeiter Scott Hovland.

„Mit 3D-Druckverfahren werden auf der Erde schon komplexe Gebäudestrukturen erzeugt“, ergänzt Esa-Projektleiter Laurent Pambaguian. Warum also nicht auch auf dem Mond? Die Esa prüft zusammen mit mehreren Unternehmen, ob und unter welchen Bedingungen ein solches Unterfangen möglich ist.

Die Mondhäuser sollen die Form einer Kuppel haben – vergleichbar dem Iglu der Inuit. Ausgangspunkt ist ein zylindrisches Modul, das von der Erde mitgebracht wird. Es bildet den Eingang des Mondhauses. Der Wohnraum ist eine aufblasbare Kuppel, die an den Zylinder angesetzt wird. Um diese herum wird dann eine Mauer aus Regolith gebaut, die Schutz vor Mikrometeoriten und Strahlung bieten soll.

Die Mauer ist nicht massiv, sondern hat „eine hohle, geschlossene Zellstruktur, vergleichbar mit der von Vogelknochen“, erklärt Jethro Hon von Foster+Partner. Diese Struktur soll Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht bieten.

Das renommierte, von Norman Foster gegründete Architekturbüro hat das Mondhaus entworfen. Die Briten haben schon einen 1,5 Tonnen schweren Block aus simuliertem Regolith gebaut. Das Material stammt aus einem Vulkan im Bolsenasee in Mittelitalien. Das Basaltgestein von dort ist weitgehend mit Mondgestein identisch. Read the rest of this entry »

Finanzkrise entzaubert die Consulting-Branche

13. August 2010

Handelsblatt.online 13.08.2010 Hans-Jürgen Klesse, Julia Leendertse 

Die Finanzkrise hat den Markt für Unternehmensberater verändert, das Geschäftsmodell der Branche ist in Gefahr. Die Ratgeber der Manager müssen sich auf tief greifende Umwälzungen einstellen. 

Unternehmensberater sitzen zusammen Schwarze Anzüge und 16-Stunden-Tage: Berater bei der Arbeit Foto: © Kzenon – Fotolia.com

Es kommt selten vor, dass Gerd Kerkhoff und Sven Marlinghaus mal einer Meinung sind. Der Gründer und Geschäftsführer von Kerkhoff Consulting in Düsseldorf und der Partner von Brainnet aus dem schweizerischen St. Gallen sind sich normalerweise in herzlicher Abneigung verbunden. Die beiden sind Konkurrenten und treffen häufig aufeinander, wenn Unternehmen Einkauf oder Lieferketten von einer auf diese Disziplin spezialisierten Unternehmensberatung optimieren lassen.  

Doch inzwischen gibt es etwas, was Kerkhoff und Marlinghaus verbindet: ein neuer gemeinsamer Feind. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise im Herbst 2008 müssen sie bei ihren Präsentationen vor potenziellen Kunden immer öfter gegen die ganz Großen ihrer Branche antreten. Was die beiden besonders ärgert: Die Mitbewerber drängen mit Kampfpreisen unter dem Niveau der Spezialisten in das für sie neue Geschäft. Read the rest of this entry »