Facebook, MySpace, Twitter & Co – Trenderscheinung oder Revolution – auch in der Businesswelt?

10. February 2009
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Snapshot 1:

“Carrotmob is a network of consumers who buy products in order to reward businesses who are making the most socially responsible decisions. In a boycott, everyone loses. In a Carrotmob, everyone wins.

(Quote: http://www.bestfriendsforlife.net)

In San Francisco breitet sich ein neues Phänomen aus. Basierend auf Social Networks und Web 2.0 organisieren sich Hauseigentümer als Aktivisten für “Green Energy Campaigns” in Form von “Buying Clubs”. Unter dem Community Brand “One Block Off the Grid”, 1BOG.org, wird beispielsweise versucht, Wohnblock für Wohnblock auf Solarenergie umzustellen. Mitglieder der Community erhalten Rabatte auf Solar Panels, die durch die Community ausgehandelt wurden. Andere Aktivisten stürmen organisiert Shops, die als Gewinner einer Wahl zum umweltfreundlichsten Geschäft ermittelt wurden (Watch Video).

Virgance, das Unternehmen, das hinter diesen Kampagnen steht, orientiert seine Erfolgsstratgie an der Art und Weise, wie Obama Barack während der Wahl zum US-Präsidenten seine Aktivisten motiviert hat: Man nehme ein Netzwerk an begeisterten Freiwilligen (“boots on the ground”), eine “activism presence in Facebook”, ein Team von bezahlten Bloggern, die die Kampagne promoten und trendige YouTube Videos die im Schneeballsystem verbreitet werden – fertig ist die “Campaign 2.0”, die klassiche Kampagnen schnell alt aussehen lässt. Geschindigkeit und Anzahl der Stimmen sind matchentscheidend – das ist nichts Neues, in der Form aber schon.

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Snapshot 2:

Im Herbst 2008 trennten sich Virgin Atlantic und British Airways von mehreren MitarbeiterInnen, welche sich über Sicherheitsmängel in den eigenen Reihen lustig machten, sich über Passagiere oder ihren Job beschwerten und dabei Facebook und Twitter als Kommunikationskanäle für ihre Meldungen nutzen. Aufgrund der Skalierungseffekte von Web 2.0-Tools in der Kommunikation, eine Meldung erreicht in Sekunden tausende Empfänger und kann sich dann blitzschnell weiter ausbreiten, sehen sich Unternehmen mit einer neuen Bedrohung konfrontiert. Geschwindigkeit und Anzahl der Stimmen können wiederum machentscheidend sein. Im Falle der beiden Fluglinien erfuhr die Corporate Communication Verantwortung erst selbst aus den Medien. Kommunikationsexperten raten dazu, Online Communication Guidelines für Mitarbeiter zu überarbeiten und Aktivitäten in Social Networks selbst stärker zu überwachen um nicht dann reagieren zu müssen, wenn der Schaden schon ins Unermäßliche gestiegen ist.

Stellen Facebook, MySpace, Twitter & Co eine Gefahr für traditionell organiserte Unternehmen dar? Sind junge, Net-Gener-Unternehmen mit ihren disruptive Business Models und Arbeitsweisen schon im Rückspiegel, bereits auf der Überholspur oder sogar schon wieder beim Einordnen?

Sind Facebook, MySpace, Twitter & Co nur kurzfristige Trenderscheinungen und werden sie die nächsten Jahre selber überleben?

Wie kann man Social Networks als Chance für das eigene Unternehmen nutzen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Diskutieren Sie mit uns Ihre Gedanken und Erfahrungen!

Posted by Bernhard Hoetzl

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De-Organisation: Eric Schmidt at the Management Lab Summit

30. November 2008

This is the video that confirmed my initial thoughts about how much leadership and management is necessary in order to keep an organisation fast and capable of adapting quickly to new market requirements.

Some people do organisations, some do re-organisations. Are you already “de-org” your company?

Watch Eric Schmidt from google explain….


Launch of MLabs at London Business School

13. May 2008

On May 2nd, 2008, I was invited to London Business School’s launch of Labzone:

„The world’s first Management Lab is a unique initiative with an equally unique and powerful perspective. Co-founded by professor Gary Hamel, “the world’s leading expert on business strategy” (Fortune) and Julian Birkinshaw, Professor of Strategic and International Management at London Business School, the Lab is a pioneering attempt to create a setting in which progressive companies and world-renowned management scholars work together to co-create “tomorrow’s best practices” today. The goal: to dramatically accelerate the evolution of management processes and practices that will define competitive success in the 21st century.“ (www.managementlab.org)

Discussing the same topic on „how to manage the organisation 2.0 of the future?“ a couple days earlier at our Management Innovation Lab in Vienna, it was very exciting to learn directly from Alan Matcham, Director of MLabs, Professor Julian Birkinshaw, Co-founder and Research Director, and first corporate experiences with the MLabs method from Happy, UBS and Jaguar.

Professor Gary Hamel, who is Co-founder and Executive Director of the MLabs, provides a clear call for action for management innovation in his latest book „The Future of Management“, published in 2007.

We believe as well that radical change in management will be a necessity for a lot of companies in order to keep up with the fast paste of Google and co. and for survival of the next 5 years.

by Bernhard Hoetzl

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“The Future of Management” (Gary Hamel, Bill Breen)